Tetrapodales Zinkoxid (t-ZnO) ist ein hochreines Zinkoxid mit einer einzigartigen dreidimensionalen Tetrapoden-Morphologie. Die Partikel bestehen aus vier Armen (Länge ca. 10–100 µm), die von einem zentralen Kern ausgehen.
Die spezielle Struktur verteilt mechanische Kräfte gleichmäßig und weist eine vergleichsweise große spezifische Oberfläche auf.
Das Besondere an t-ZnO ist seine kombinierte physikalische und chemische Wirkweise, die zu einer effektiven Inaktivierung von Mikroorganismen beitragen kann.
Durch Sauerstofffehlstellen besitzen die Tetrapoden eine nahezu gleichmäßig verteilte, positiv geladene Oberfläche. (Die Facetten der Spitzen sind dabei besonders reaktiv.) Viele Viren (z. B. Herpes- oder Hepatitis-Viren) besitzen negativ geladene Strukturen an der Oberfläche, wodurch sie am t-ZnO elektrostatisch binden und immobilisiert werden.
Der direkte Kontakt von Mikroorganismen mit einem t-ZnO-Partikel führt meist zu einer Beschädigung deren Hülle. Zusätzlich werden die Mikroorganismen durch die im Nahfeld auftretenden ROS und Zinkionen geschädigt.
t-ZnO kann lokal begrenzt reaktive Sauerstoffspezies erzeugen, insbesondere:
Bemerkung: OH und O2 sind an sich nicht wirklich reaktiv. Meist wird in dem Kontext das Radikal von OH (.OH) und das Sauerstoffradikal (.O2-) genommen. H2O2 ist natürlich sehr reaktiv. Diese reaktiven Sauerstoffspezies führen zur Inaktivierung von Viren und Bakterien, ohne umliegendes Gewebe stark zu schädigen.
Zinkionen können zusätzlich antivirale Mechanismen unterstützen und Replikationsprozesse hemmen.
Untersuchungen haben Hinweise darauf gegeben, dass t-ZnO eine Immunstimulation hervorrufen kann.
Die Produktion erfolgt mittels Flammentransport-Synthese (FTS):
Für medizinische Anwendungen erfolgt die Herstellung unter GMP-Bedingungen
(Produktname: ZinGuard®).
Das Besondere an t-ZnO ist seine kombinierte physikalische und chemische Wirkweise,
die zu einer effektiven Inaktivierung von Mikroorganismen beitragen kann.